Stadtplatz 5

Vor 1525 am Platz, auf dem Weibermarkt

1727 abgebrannt, vom Brand 1824 blieb das Haus aufgrund der hohen Feuermauer verschont.

Von 1669 – 1696 im Besitz des Handelsmannes und Mitglied des Äußeren Rates Khoffler Leonhardt und Sara, verw. Schreckenbichler. (siehe Wappen)

Das aus gotischer Zeit stammende Handelshaus zählt zu jenen Gebäuden, die durch den verheerenden Stadtbrand am 29. August 1727 bis auf die Grundmauern zerstört wurden.

An der Fassade befindet sich stark nachgedunkeltes Ölgemälde, das die Verherrlichung der Hl. Dreifaltigkeit darstellt.

Für Natur und Kunst aufgeschlossen war der Besitzer von 1831 – 1862, lgnaz Struggl (Strüggl),

Dies geht hervor aus seinen „Reisebüchern“, in denen er seine Fahrten nach Mariazell, Salzburg und Passau schildert.

Bis 1908 war in diesem Haus die Erste Oberösterreichische Glasfabriks-Niederlage Osbild, bis 1954 Lebensmittel, Salz und Mehlhandlung Klaffenböck.

Bürgerhausanlage bestehend aus Vorder-, Hinterhaus und kleinem Innenhof, im Kern vom Ende des 17. Jahrhunderts stammend. Viergeschoßiges vierachsiges Vorderhaus. Erdgeschoß mit Renaissance-Rundbogenportal vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Fassadengestaltung der Obergeschoße aus dem 3. Drittel des 18. Jahrhunderts. Vertikale Gliederung durch Lisenen. Zeittypischer Bandlwerkstuck über den Fenstern. Mittig zwischen ersten und zweitem Obergeschoß in Stuckrahmen gefasstes auf Metall gemaltes Votivbild. Über kräftig profiliertem Kranzgesime Attika mit vier lyraähnlichen Öffnungen. Fünfgeschoßige dreiachsige Fassade am Ennskai. Erdgeschoß mit zwei rundbogigen Toröffnungen. Sgraffitofassade: Neben Fensterumrahmungen, Horizontalbänder und seitliche Ortsteineinfassung. Das Votivbild über dem Mittelfenster des ersten Obergeschoßes entstand 1961. Datum der Unterschutzstellung: 30. April 1971

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