Stadtplatz 37

Altes Stadtbad, Ratsherrnkeller

Das Stadtbad wurde 1318 bei der Stiftung des Peter Panhalm zugunsten des Bades erstmals erwähnt.

Dass durch Reinlichkeit und Baden am besten den Seuchen vorgebeugt werden konnte, war bereits damals bekannt. Um auch den Armen das „Badengehen“ zu ermöglichen, haben reiche Bürger durch Stiftungen das Geld dafür sichergestellt.

Die alte Badstube war ein ebenerdiger, eingewölbter Raum, dessen Decke in der Mitte von rotmarmornen Säulen im romanischen Stil getragen wird.

Am 18. März 1522 brach im alten Stadtbad ein verheerender Stadtbrand aus, welcher das Pfarrhaus, die Stadtpfarrkirche kurz vor ihrer Fertigstellung, das Predigerkloster, zwei Stadttore, zwei Basteien (eine bei St. Gilgen, Stadtpfarre und eine beim jetzigen Neutor), fünf Stadttürme, einen großen Teil der Stadtwehren und 55 Stadthäuser, besonders am Grünmarkt und in der Pfarrgasse einäscherte.

Bis 1804 im Besitz von Badern, gehörte es von 1804 – 1849 dem Eisenführer Wimmer Joseph und dem Fuhrmann Reitter Joseph und Josepha.

Am Ennskai gelegenes zweigeschoßiges, insgesamt sechsachsiges Doppelgiebelhaus, Zugang durch schmales Gässchen vom Stadtplatz. Im Kern vom Ende des 16. Jahrhunderts stammend. An der nördlichen Haushälfte springt ein zweigeschoßiger zweiachsiger Anbau mit einachsigem Giebelgeschoß und abschließendem Krüppelwalmdach vor. Das nördliche Giebelgeschoß ist verbrettert, das südliche besitzt zwei Fensterachsen. Beide Giebel weisen einen Krüppelwalm auf. Sgraffitoumrahmung der Fenster und Quaderung an den Gebäudekanten. Der südliche Giebel ist mit „1596“ bezeichnet.

Datum der Unterschutzstellung: 5. November 1940

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