Stadtplatz 28

Gasthaus „Zum weißen Lamm“

1507 im Besitz des kaiserlichen Hofdieners Wolfgang Leroch.

Der reiche Wolfgang Lueger hinterließ einen Sohn Hanns und eine Tochter Margareth. Der kais. Hofdiener Wolfgang Leroch brachte die Sache nun dahin, dass ihm die Tochter verheiratet wurde. Dagegen half nicht einmal, dass sie von ihrem Vetter und Gerhaben Sigmund Traint dem Steyrer Bürgersohn Sebastian Gottberathen zur Ehe versprochen war. Der Kaiser verbot durch Befehl bei 1000 DK Strafe dem Bräutigam, dass er irgendeinen Anspruch auf die Jungfrau erhebe. Doch „war Traint gleichwohl der Höflichkeit” und verehrte dem Sebastian anstatt der Braut ein Ross im Werte von 32 fl, womit er sich abweisen ließ.

Mit der Braut aber kam ein nicht geringes Gut von der Stadt hinweg.

Ab 1680 waren hauptsächlich Gastwirtsfamilien Besitzer

Von 1823 bis 1938 befand sich hier die „Burg“ der Schlaraffia (In der NS-Zeit verboten)

Bürgerhausanlage bestehend aus Vorder-, Hinterhaus und Innenhof, im Kern aus dem 16. Jahrhundert stammend. Zweigeschoßiges dreiachsiges Vorderhaus mit Krüppelwalmdach. Im Erdgeschoß spätgotisch profiliertes Segmentbogenportal. Obergeschoß vorkragend, ruhend auf vier Konsolpfeilern. Die Fenster des Obergeschoßes sowie des zweiachsigen Giebelgeschoßes spätgotisch profiliert. Schlichte Umrahmung der Fenster sowie Betonung der Gebäudekanten durch dunkle Quaderung. Kleiner Innenhof, im Erdgeschoß überdacht, mit zweigeschoßigen Arkaden an zwei Seiten.

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