Pfarrgasse 8

Vor 1525 im Khirichweg, in der Khirchgassen

1522 abgebrannt und wieder aufgebaut.

Erster bekannter Besitzer war der Ratsdiener Wolffganng Khirchdorffer.

Bis 1857 war es hauptsächlich im Besitz von Zeugmachern, Zeughändlern, Schneidern und einem Perückenmacher, später Fleischhauerei Süß.

Hinten schließt ein Gärtchen mit Ausgang zur Berggasse an.

Dreigeschoßiges fünfachsiges Bürgerhaus, im Kern aus der Spätgotik stammend. Erdgeschoß durch den Einbau zweier Auslagen neuzeitlich verändert. Mittig situiertes segmentbogiges Portal mit genutetem Steingewände. Historistische Fassadengestaltung der Obergeschoße aus dem 3. Viertel des 19. Jahrhunderts. Starke horizontale Gliederung der Fassade durch teilweise reich profilierte Gesimse, welche im ersten Obergeschoß die plattenbesetzten Sturz und Parapetfelder einfassen. Die Fenster dieses Geschoßes mit Umrahmungen und mittigen Keilsteinen, die in den Sturzfeldern fortgesetzt werden. Die profilierten Fensterumrahmungen des zweiten Obergeschoßes ruhen auf konsolgestützen Sohlbänken und werden von geraden Verdachungen mit einfach gestalteten Abhänglingen bekrönt. Die gekoppelten Rechteckfenster des Dachgeschoßbereiches werden von zwei horizontalen profilierten Gesimsen eingefasst. Abschließende Attikamauer mit bekrönendem Segmentbogengiebel über der mittigen Fensteröffnung.

Datum der Unterschutzstellung: 11. Dezember 1990

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