Pfarrgasse 3

Haus im Winkel

Vor 1525 im Khirichweg, in der Khirchgassen,

1522 abgebrannt und wieder aufgebaut.

Als erster Besitzer wird 1543 Wolfgang Buebmperger genannt.

Um 1560 – 1570 wird Susanna Heyllmann als Besitzerin ausgewiesen.

Nach ihr folgten die Schneider und Gastgeb Jakob Remb und Andreas Halmberger.

Der nächste Besitzer des Hauses Pfarrgasse Nr.3 war Hans Pitsch. Er war am 23. September 1609 in den Besitz dieser Behausung gekommen und um 1620 geht diese an den Gastgeben Abraham Haunzinger über. Von den Haunzinger’schen Erben, die die Fassade des Hauses mit dem schönen Dekor und mit der Jahreszahl versehen ließen, kam die Behausung 1650 an den Schneidermeister Jakob Rieger, der sie bis gegen 1677 besaß. 1738 brachte die Tochter des Schuhmachermeisters Matthias Zimmermann den Besitz dem Schuhmachermeister Johann Georg Zächlinger in die Ehe mit. 

Ab dem Jahre 1745 waren auf dem Haus Pfarrgasse Nr. 3 fast ausschließlich Greißler nachzuweisen.

Der ehemalige Müllner von der Bruchmühle nächst Kematen unter Feyregg, Johann Jakob Facenj, erwarb im Jahre 1745 das Haus, 2 Jahre später veräußerte er es an den ehemaligen Untertan der Herrschaft Achleiten bei Strengberg, Peter Leithner. Dieser verkaufte 1792 das Haus Pfarrgasse Nr. 3 seinem Vetter Engelbert Puchmayr. 1798 kam das Haus von Engelbert Puchmayr an seinen Neffen Johann Leithner, der es bis 1808 besaß.  (Dr. Volker Lutz)

Der Volksmund raunt von einem Mord, der in diesem Haus im Winkel in scheußlicher Weise an einem Bäcker verübt worden ist. (Kainz, mündliche Mitteilungen)

Dreigeschoßiges giebelständiges renaissancezeitliches Bürgerhaus mit Krüppelwalmdach, leicht aus der Straßenflucht vorspringend. Im Erdgeschoß mittig korbbogige Eingangsöffnung, seitlich je eine rezente eckige Schaufensteröffnung. Im ersten Obergeschoß vier, im zweiten Obergeschoß drei Fensteröffnungen. Die Obergeschoßfenster sind ungleich an der Fassade aufgeteilt. Das rechte Fenster des ersten Obergeschoßes größer dimensioniert. Alle Fenster in aufwendig gearbeiteten spätgotischen Steingewänden, jeweils mit gekehlter Sohlbank. Das Giebelgeschoß mit mittig situierter rechteckiger Aufzugsöffnung, flankiert von je einer eckigen Giebelluke. Sgraffitofassade datiert „1646“ mit diamantierten Eckquadern und ornamentierten Kordonbändern. Die Fensteröffnungen weisen architravierte Rahmungen auf. An der glatt verputzten Hoffront im ersten Stock ein, im zweiten Stock zwei Fenster.

Datum der Unterschutzstellung: 8. August 1995

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